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11.03.2012 Kategorie: Allgemeines
Von: Reinhard, Scharnhorst

Wulfelade auf dem Weg zum Bioenergiedorf - Baubeginn eines Nahwärmenetzes

Erster Spatenstich erfolgt am Raiffeisenweg. Ein erdgasbefeuertes Blockheizkraftwerk (BHKW) und eine Holzhackschnitzelheizung sind die Energiequellen, die das Nahwärmenetz speisen sollen. Mittelfristig soll noch eine 75 kW-Biogasanlage hinzukommen. 29 Haushalte, darunter das Dorfgemeinschaftshaus, sind von Anfang an dabei und es gibt noch ca. 20 % Potential im System für weitere anschlusswillige Haushalte.


Was lange währt wird endlich gut. Nach mehr als 2 1/2-jähriger Planungszeit und schwierigen Verhandlungen hatte die ener:regio GmbH am 9. März 2012 zum ersten Spaternstich zur ehemaligen Warengenossenschaft am Raiffeisenweg eingeladen. Hier sollen als Energielieferanten und Kernstücke des Nahwärmenetzes in Wulfelade ein BHKW und eine Holzhackschnitzelheizung eingebaut und damit eine sinnvolle Nachnutzung der teilweise leerstehenden gewerblichen Räume realisiert werden. Rund 1.700 m Nahwärmeleitungen sind teils auf privatem Grund und Boden, teils im öffentlichen Straßenraum in den nächsten Wochen zu verlegen, um die zunächst 29 Haushalte anschließen zu können. Zum Ende der Heizperiode soll das Projekt dann abgeschlossen sein. Auf dem Betriebsgrundstück Zerwer an der Lohbergstraße soll in einer zweiten Ausbaustufe dann eine Hofbiogasanlage mit einer Leistung von 75 kW in das Netz eingebunden werden.

Das Nahwärmenetz wird rund 900.000 kWh an jährlicher Wärmeleistung an die angeschlossenen 29 Haushalte liefern. Die Holzhackschnitzelheizung hat eine thermische Leistung von 500 kW und deckt die Spitzenlast ab, während das Erdgas-BHKW mit einer thermischen Leistung von 46 kW für die Grundlastabdeckung vorgesehen ist und ganz nebenbei Strom in das Netz der Stadtwerke einspeist. Die Biogasanlage ist als sogenannte NawaRo-Anlage (Nachwachsende Roihstoffe) geplant, die zu 80 % mit Rindergülle und nur zu etwa 20 % mit Mais/Grassilage/GPS "gefüttert" werden wird. Sie soll eine Leistung von etwa 75 kW elektrisch und ca. 86 kW thermisch erbringen und würde das Verheizen von Holzhackschnitzeln deutlich einschränken.