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08.06.2008 Kategorie: Allgemeines
Von: Reinhard, Scharnhorst

Repowering im Windpark Wulfelade-Büren

Mit dem Abbau der ersten drei alten Windkraftanlagen hat das sogenannte "Repowering" im Windpark Wulfelade-Büren Anfang Juni 2008 begonnen. Bis zum Jahresende soll das Repowering abgeschlossen sein.


Die alten Windenergieanlagen (WEA) werden überwiegend nach Polen gebracht und dort wieder aufgebaut. Die alten Fundamente müssen vollständig entfernt werden. Der Rat der Stadt Neustadt hat in seiner Sitzung am 12.06.2008 abschließend die für das Repowering notwendige Flächennutzungsplanänderung mit großer Mehrheit beschlossen. Anstelle der bisher zehn alten Anlagen der ersten Generation werden zukünftig nur noch fünf WEA Strom produzieren. Diese Anlagen werden allerdings mit einer Gesamthöhe von 150 m über Gelände mehr als doppelt so hoch als die bisherigen sein. Durch die wesentlich größere Bauhöhe werden windreichere Luftschichten erreicht, was zu einer wesentlichen Leistungssteigerung führt. Es wird erwartet, dass zukünftig im Vergleich zur bisherigen Stromproduktion etwa die 12,5-fache Strommenge erzeugt werden kann. Die Lieferung der neuen Anlagen erfolgt in den nächsten Tagen mittels Schwertranssport. Die Fahrzeuge, die die Flügel geladen haben, sind 45 m lang und dürfen nur nachts fahren, um die Verkehrsbehinderungen gering zu halten. Bis zuletzt hatte es Meinungsverschiedenheiten zwischen Politik und Grundstückseigentümern im Windpark darüber gegeben, wie mit einem Ertragsanteil von etwa 5 % (~ 3000 €/Jahr) zugunsten der Allgemeinheit umzugehen sei, der als Nachteilsausgleich für die Störung des Landschaftsbildes, Schattenschlag, Blinkbefeuerung, Lärm usw. für diejenigen von der Maßnahme Betroffenen gedacht ist, die nicht als Grundstückseigentümer im Windpark unmittelbar profitieren. Die Grundeigentümer haben entgegen anfangs gegenüber der Politik gemachter Zusagen darauf bestanden, über diese Mittel alljährlich selbst zu entscheiden. Entsprechende Anträge kann aber laut Satzung der Grundstückseigentümergemeinschaft jeder stellen, direkten Einfluss können Nichteigentümer jedoch nicht nehmen. Diese Haltung hatte den Grundstückseigentümern erhebliche Kritik eingebracht und dazu geführt, dass einige Kommunalpolitiker aus dem örtlichen Bereich, die zunächst Wegbereiter der Maßnahme waren, abschließend ihre Zustimmung zur Flächennutzungsplanänderung verweigerten.